Von der ersten Skizze bis zur letzten Linie: ein ehrlicher Blick auf meinen Prozess, seine ruhigen Phasen und die Stellen, an denen alles kippen kann.

Viele fragen mich, wie eine Acryl Line-Art eigentlich entsteht. Hier zeige ich den Weg vom leeren Bildträger bis zur fertigen Linie – ohne daraus ein perfektes Rezept zu machen.
1. Die Idee
Am Anfang steht meist ein Foto, eine Erinnerung oder einfach eine Form, die mich nicht loslässt. Ich skizziere grob mit Bleistift, ohne mich zu sehr an Details zu klammern. Die Linie soll fließen, nicht perfekt sein.
2. Die Übertragung auf Leinwand
Die Skizze wandert leicht angepasst auf die Leinwand. Hier entscheide ich, wie viel Weißraum bleibt und wo die Linie ihre Spannung bekommt.
3. Farbe und Verlauf
Statt nur einer Farbe arbeite ich gern mit sanften Verläufen. Teal, Rosa und Violett gehen Schicht für Schicht ineinander über, bis der Übergang stimmig wirkt.
4. Die letzte Linie
Ganz am Ende kommt die feine, durchgehende Linie, die dem Bild seinen Charakter gibt. Ein einziger unsicherer Moment kann hier alles verändern – deshalb ist das mein konzentriertester Arbeitsschritt.
Jedes Stück ist ein Original aus meinem kreativen Alltag in Dresden. Weitere Arbeiten und Gedanken dazu sammle ich im Art-Bereich des Journals.

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