Diese Waldwichteltür begann nicht mit einer ordentlichen Zeichnung oder einem perfekt durchdachten Plan. Sie begann mit verschiedenen Farben auf dem Tisch und meinen Töchtern, die selbstverständlich ziemlich genaue Vorstellungen davon hatten, was zusammenpasst.
Vor allem meine Große hat bei der Gestaltung mitentschieden. So bekam die Tür ihr kleines Welcome Schild, ein zusätzliches Fenster und grüne Ranken, die sich um den Rahmen schlängeln.
Das Ergebnis ist eine der größeren Türen aus unserer kleinen Sammlung. Sie ist ungefähr 10 Zentimeter groß. Groß genug für viele Details, aber noch klein genug, um an einer Fußleiste, auf einem Regal oder in einer kleinen Wichtelecke Platz zu finden.
Wer wohnt hinter unserer Waldwichteltür?

Hinter dieser Tür wohnt ein Waldwichtel. Kein dauergrinsender Bilderbuchwichtel, der den ganzen Tag Kekse backt und fröhlich Weihnachtslieder pfeift.
Unser Waldwichtel liebt seine Ruhe. Er mag das Rascheln der Blätter, den Geruch von Moos und Tage, an denen niemand etwas von ihm möchte. Deshalb ist er anfangs regelmäßig etwas sauer, wenn der Weihnachtsmann ihn kurz vor Weihnachten damit beauftragt, bei einer Familie einzuziehen.
Er möchte eigentlich viel lieber in seinem Wald bleiben.
Wenn er trotzdem losgeschickt wird, zeigt er seine schlechte Laune durch ziemlich verquere Streiche. Dinge verschwinden, Gegenstände stehen plötzlich an völlig falschen Orten und morgens sieht es gelegentlich so aus, als hätte jemand nachts sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen.
Mit der Zeit gewöhnt er sich allerdings an seine Familie. Hinter seinem mürrischen Gesicht steckt nämlich ein recht umgänglicher Kauz. Einer, der seine Menschen am Ende so gern hat, dass beim Abschied nach Weihnachten vielleicht sogar eine kleine Träne kullert.
Natürlich würde er das niemals zugeben. Vermutlich war es nur der kalte Winterwind.
Unsere Farbidee in Grün und Blau
Grün und Blau passen für mich wunderbar zu einem Waldwichtel. Das Grün greift Blätter, Moos und Ranken auf. Das Blau hebt sich davon ab, ohne zu bunt zu wirken.
Die Farben müssen dabei nicht überall vollkommen gleichmäßig sein. Kleine Unterschiede und sichtbare Spuren lassen eine Wichteltür lebendiger aussehen. Sie soll schließlich nicht wirken, als wäre sie gerade aus einer Möbelfabrik geliefert worden.
Besonders schön finde ich es, wenn sich die Farben in kleinen Details wiederholen. Ein wenig Grün am Türrahmen, ein blauer Akzent am Fenster oder ein winziger Farbrest am Schild reicht oft schon aus.
Dieses Material habe ich verwendet
Wer FIMO erst einmal ausprobieren möchte, kann mit diesem günstigen Set aus Modelliermasse und Werkzeugen beginnen. Für erste Versuche ist es praktisch, weil direkt verschiedene Farben und kleine Werkzeuge enthalten sind. Dünne Teile können allerdings etwas schneller brechen.
Für feinere und stabilere Arbeiten greife ich lieber zu originalem FIMO. Gerade bei Ranken, Fensterrahmen und kleinen Schildern macht sich eine gut formbare Modelliermasse bezahlt.
Die Holzlinien, Fugen und kleinen Vertiefungen habe ich mit einem Werkzeugset zum Modellieren eingearbeitet.
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Zusätzlich brauchst du:
- eine glatte und saubere Arbeitsfläche
- Backpapier
- ein kleines Messer
- einen Roller oder einen glatten runden Gegenstand
- ein Lineal
- saubere Hände oder Baumwollhandschuhe
- etwas Geduld beim Weichkneten
FIMO mit Kindern vorbereiten
Bevor aus einem festen Block eine Tür werden kann, muss das FIMO weich geknetet werden. Durch die Wärme der Hände wird die Masse geschmeidiger und lässt sich besser formen.
Für kleinere Kinder kann dieser Teil ziemlich anstrengend sein. Ich bereite festere Stücke deshalb gern etwas vor. Danach können die Kinder weiterkneten, Farben kombinieren oder die kleineren Details formen.
Meine Töchter durften bei der Gestaltung mitentscheiden. Das macht aus einer einfachen Bastelidee schnell ein gemeinsames Projekt. Natürlich dauert dann manche Entscheidung länger. Eine Ranke ist schließlich keine Ranke, solange nicht ausführlich geklärt wurde, ob sie links, rechts oder doch überall wachsen soll.
Die Grundform der Tür gestalten

Für die Tür habe ich zunächst eine gleichmäßige Fläche ausgerollt und daraus die gewünschte Form ausgeschnitten.
Mit einer Größe von ungefähr 10 Zentimetern Größe bleibt genug Platz für den Türrahmen, das Welcome Schild und die späteren Holzlinien.
Die Fläche sollte nicht zu dünn werden. Eine etwas kräftigere Grundplatte ist stabiler und verzieht sich beim Anheben weniger leicht.
Danach habe ich mit dem Modellierwerkzeug feine Linien in die Tür gezogen. Leichte Wellen und kleine Unterbrechungen wirken natürlicher als vollkommen gerade Abstände.
Die einzelnen Bretter lassen sich mit einem Messer einritzen. Einige Furchen dürfen etwas tiefer sein, damit die Aufteilung nach dem Härten noch gut sichtbar bleibt. Das Messer gehört bei diesem Arbeitsschritt natürlich in die Hände eines Erwachsenen.
Ein kleines Fenster neben der Tür
Rechts neben der Tür sitzt ein zusätzliches Fenster. Ich mag dieses Detail besonders, weil die ganze Wichtelbehausung dadurch weniger wie eine einzelne Dekotür und mehr wie der Eingang zu einem richtigen kleinen Zuhause aussieht.
Für das Fenster habe ich zunächst die Grundform angelegt und anschließend einen schmalen Rahmen ergänzt. Mit einem Modellierwerkzeug lassen sich die Kanten vorsichtig andrücken.
Das Fenster muss nicht geometrisch perfekt sein. Unser Waldwichtel lebt schließlich im Wald und hat vermutlich weder Wasserwaage noch Bauamt um Erlaubnis gefragt.
Das Welcome Schild formen
Das kleine Welcome Schild sitzt direkt an der Tür. Es ist ein hübscher Widerspruch zu einem Bewohner, der bei seinem Weihnachtseinsatz zunächst eher mäßig begeistert ist.
Für das Schild reicht ein kleines flaches Stück FIMO. Die Buchstaben können vorsichtig eingeritzt oder mit einem sehr feinen Werkzeug eingedrückt werden.
Damit die Schrift lesbar bleibt, sollte das Schild nicht zu klein und die Oberfläche möglichst glatt sein. Vor dem Härten lohnt sich ein letzter Blick aus etwas Entfernung. Was direkt vor der Nase gut aussieht, kann auf der fertigen Tür plötzlich erstaunlich winzig wirken.
Grüne Ranken um den Türrahmen
Die Ranken habe ich aus dünnen grünen Strängen geformt. Dafür wird eine kleine Menge FIMO langsam zwischen den Fingern oder auf der Arbeitsfläche gerollt.
Anschließend habe ich die Stränge locker um den Türrahmen gelegt und vorsichtig angedrückt. Die Ranken dürfen sich schlängeln und an einigen Stellen etwas dicker sein.
Kleine Blätter, Knospen oder eingeritzte Linien können später ergänzt werden. Dabei sollte man allerdings rechtzeitig aufhören. Ich kenne das Problem. Man fügt noch ein Blatt hinzu, dann fehlt auf der anderen Seite plötzlich ebenfalls eines und eine halbe Stunde später besitzt die Tür einen botanischen Garten.
Saubere Hände bei hellen Farben
Helle Modelliermasse nimmt schnell andere Farben und kleine Schmutzreste an. Das gilt besonders für weißes FIMO.
Bevor ich mit einer hellen Farbe weiterarbeite, reinige ich deshalb meine Hände, die Werkzeuge und die Arbeitsfläche. Hilfreich sind auch waschbare Baumwollhandschuhe.
Sie lassen sich bleichen und später sogar beim Gärtnern verwenden. Außerdem schwitzt man darin nicht so stark wie in Gummihandschuhen. Dieser praktische Mehrfachnutzen stammt als Tipp von meiner Omi und hat sich tatsächlich bewährt.
So wird die Waldwichteltür gehärtet
Ofenhärtendes FIMO wird laut Hersteller bei 110 Grad Celsius für 30 Minuten im vorgeheizten Backofen gehärtet.
Ich lege die Tür dafür auf Backpapier und achte darauf, dass die Ranken und der Fensterrahmen nicht verdrückt werden. Nach dem Härten muss die Tür vollständig auskühlen. Erst dann erreicht das Material seine endgültige Festigkeit.
Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, kann ein Ofenthermometer sinnvoll sein. Die Anleitung auf der jeweiligen Verpackung sollte trotzdem immer zuerst geprüft werden.
Weitere Hinweise gibt es direkt bei STAEDTLER zum richtigen Härten von FIMO.
Die Wichteltür meiner Tochter

Meine Große hat nicht nur bei meiner Tür mitentschieden. Sie hat auch eine eigene gestaltet.
Ihre Tür bekam einen Bogen in Steinoptik. Die einzelnen Steine lassen sich besonders einfach formen, wenn man zunächst einen längeren Strang um die Tür legt und anschließend mit einem Werkzeug die Fugen eindrückt. So muss nicht jeder Stein einzeln angesetzt werden und der Rahmen bleibt stabiler.
Diese Tür hat sie später ihrer Cousine geschenkt, als wir gemeinsam den Wichtelwald in der Dippoldiswalder Heide besucht haben.
Genau solche Geschenke mag ich. Nicht perfekt aus einer Packung gezogen, sondern selbst ausgedacht und mit einer Geschichte verbunden. Außerdem darf die Cousine nun selbst klären, ob hinter ihrer Tür ebenfalls ein Waldwichtel wohnt oder vielleicht jemand mit besseren Manieren.
Die Bilder und unsere Erinnerungen an diesen Ausflug findest du im Beitrag über den Wichtelwald bei Rabenau in der Nähe von Dresden.
Gehört die FIMO Tür in den Wald?
Unsere Türen sind ursprünglich durch den Feenwald und seine kleinen Behausungen entstanden. Heute würden wir eine Tür aus FIMO allerdings nicht dauerhaft dort zurücklassen.
Im Wichtelwald in der Dippoldiswalder Heide gelten inzwischen klare Regeln. Der erlaubte Bereich ist gekennzeichnet und künstliche Materialien werden aus dem Wald entfernt.
Die FIMO Türen eignen sich deshalb besser für das Kinderzimmer, eine Fußleiste, ein Regal oder eine eigene kleine Wichtelecke zu Hause. Für ein Foto dürfen sie natürlich mit in den Wald. Anschließend kommen sie wieder mit nach Hause.
Wenn der Waldwichtel im Dezember einzieht
Unsere blaugrüne Tür kann das ganze Jahr als Feentür stehen bleiben. Besonders interessant wird es aber im Dezember, wenn der Waldwichtel seinen widerwilligen Auftrag vom Weihnachtsmann erhält.
Am Anfang darf er ruhig etwas mürrisch sein. Das erklärt schließlich, warum nachts merkwürdige Dinge passieren.
Vielleicht versteckt er die Frühstückslöffel. Vielleicht baut er aus Bauklötzen eine Absperrung. Vielleicht hinterlässt er einen Brief, in dem er sich darüber beschwert, dass es in diesem Haus morgens eindeutig zu laut ist.
Nach und nach wird aus dem schlecht gelaunten Waldbewohner ein Teil der Familie. Seine Streiche werden freundlicher, seine Briefe persönlicher und irgendwann hilft er vielleicht sogar dabei, eine kleine Überraschung vorzubereiten.
Wenn er nach Weihnachten zurück in den Wald muss, fällt ihm der Abschied schwerer als gedacht.
Aber bis zum nächsten Dezember würde er natürlich niemals die Tage zählen. Unser Waldwichtel hat schließlich einen Ruf zu verlieren.
Diese Tür ist ein handgemachtes Einzelstück. Wenn sie noch verfügbar ist, findest du sie hier in meinem Etsy-Shop.
Alle verwendeten Materialien
- Günstiges Modellierset mit Werkzeugen
- Originales FIMO
- Werkzeugset zum Modellieren
- Waschbare Baumwollhandschuhe
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Falls du lieber einen fertigen Waldwichtel einziehen lassen möchtest, kannst du diese handgemachte Waldwichteltür in meinem Etsy-Shop kaufen.
Keine Zeit zum Selbermachen?
Diese etwa 10 cm große Waldwichteltür ist von Hand modelliert und nur ein einziges Mal erhältlich. Wenn sie noch verfügbar ist, kannst du das Unikat im LayDySign Etsy-Shop entdecken.
Dekorationsartikel, kein Spielzeug. Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet; Kleinteile können sich lösen. Befestigungsmaterial ist nicht enthalten.
